DSGVO & Log-Daten –
Was Ihr Server speichert
Jeder Serveraufruf erzeugt Logdaten. Als Websitebetreiber müssen Sie Ihre Besucher darüber informieren – und die DSGVO-Fristen einhalten.
Was sind Log-Daten?
Was sind Log-Daten?
Log-Daten sind Daten, die automatisch erhoben und gespeichert werden, wenn jemand eine Website besucht. Server erfassen diese Daten in einer sogenannten Logfile-Datei – einer Protokolldatei, in der alle Zugriffe aufgezeichnet werden. Da diese Daten indirekt einer konkreten Person zugeordnet werden können, gelten sie als personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO.
Warum erheben wir sie?
Log-Daten werden für drei Hauptzwecke genutzt:
- Statistische Auswertung der Website-Nutzung
- Optimierung der Dienste und Ladezeiten
- Erkennung und Abwehr von Angriffen auf die Server
Welche Daten werden erhoben?
7 Felder werden in jedem Server-Logfile gespeichert – hier erklärt was dahinter steckt.
Kunden-Domain
ImmerZu welcher Domain Log-Daten gespeichert werden, z.B. „DeineWunschdomain.de".
Anonymisierte Client-IP
Max. 7 TageIP-Adressen werden max. 7 Tage gespeichert, danach anonymisiert. Sichtbar nur als anonymisierter Wert, z.B. anon-123-456-165-41.invalid.
Timestamp
Datum & ZeitDatum und Uhrzeit des Besuchs – wann der Besucher die Website aufgerufen hat.
Request-Zeile
URL-PfadDer Pfad der aufgerufenen Seite ohne Domain. Z.B. beim Klick auf ein Bild: /bild.jpg
Status Code
HTTP-Status200 = OK (Seite erfolgreich geladen), 404 = Not Found (Seite nicht gefunden). Wichtig für die Fehleranalyse.
Größe des Response Bodies
DatenmengeWie viele Daten temporär heruntergeladen wurden – also die Größe der übertragenen Seite/Datei in Bytes.
Referer
HerkunftVon welcher Seite der Besucher kam, bevor er Ihre Website aufgerufen hat. Zeigt die Traffic-Quellen.
Wie lange dürfen Logfiles gespeichert werden?
Logfiles werden gemäß DSGVO 14 Tage gespeichert
Eine Protokolldatei ist eine Datei, in der Systemprozesse und Ereignisse gespeichert werden. Mithilfe dieser Logdateien können Probleme analysiert, Fehler behoben oder beschädigte Dateien wiederhergestellt werden. Nach Ablauf von 14 Tagen werden die Daten gelöscht – IP-Adressen werden bereits nach 7 Tagen anonymisiert.
DSGVO seit 25. Mai 2018
Mit der am 14. April 2016 vom Europäischen Parlament beschlossenen Datenschutz-Grundverordnung wurden die Regeln für die Verarbeitung personenbezogener Daten, die Rechte der Betroffenen und die Pflichten der Verantwortlichen EU-weit vereinheitlicht.
Die Bestimmungen der DSGVO und des österreichischen Datenschutzgesetzes (DSG) gelten seit 25.05.2018. Jedes Unternehmen, das in irgendeiner Weise personenbezogene Daten verarbeitet, ist betroffen. Als Websitebetreiber müssen Sie Ihre Besucher in der Datenschutzerklärung darüber informieren, welche Daten gespeichert werden.
Fazit: Die Realität nach der DSGVO
Die Panik und Hysterie vor dem 25. Mai 2018 war überall zu spüren. Die Rede war von ganzen Abmahnwellen, die auf Unternehmen, Blogger und Influencer zurollen würden.
Fakt ist, dass die DSGVO für viel Arbeit und zusätzliche Bürokratie gesorgt hat – was Experten insbesondere der Dokumentations- und Nachweispflicht zuschreiben. Darüber hinaus bleiben einige Fragen weiterhin unklar und die Unsicherheit besteht fort. Die wichtigste Empfehlung: Datenschutzerklärung aktuell halten und transparent kommunizieren, welche Daten wie lange gespeichert werden.
DSGVO-Beratung anfragen
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Thomas Kohlweiss – Ihr Experte für DSGVO-Sicherheit
Ing. Dipl.-Ing. · Geschäftsführer & Gründer
„Server-Logfiles müssen transparent und datenschutzkonform betrieben werden. Wir anonymisieren IP-Adressen und sichern Ihre Logdaten rechtskonform ab.“
Häufige Fragen zu Logfiles & DSGVO
Was genau versteht man unter Server-Logfiles?
Server-Logfiles sind Protokolldateien, in denen Webserver automatisch alle Zugriffe mit Details wie Dateiname, Statuscode und Timestamp aufzeichnen.
Warum gelten IP-Adressen in Logfiles als personenbezogene Daten?
Da eine IP-Adresse über den Internetprovider einer konkreten Person zugeordnet werden kann, gilt sie laut DSGVO als personenbezogenes Datum.
Wie lange dürfen IP-Adressen laut DSGVO ungekürzt in Logdateien gespeichert werden?
Zur Erkennung und Abwehr von Cyberangriffen dürfen ungekürzte IP-Adressen maximal sieben Tage lang berechtigterweise gespeichert werden.
Muss ich meine Website-Besucher über die Erfassung von Server-Logfiles informieren?
Ja, in der Datenschutzerklärung Ihrer Website muss detailliert aufgeführt werden, welche Log-Daten erfasst, warum sie verarbeitet und wann sie gelöscht werden.